Smart-Cost Blog

Montag, 18. Mai 2015

Titicaca-See bald komplett vergiftet

Der Titicacasee ist nicht nur ein beliebter Touristen Ort, der See ist auch Ursprungspunkt von uralten Inka Kulturen. Als Touristenmagnet ist er heute für die Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Jetzt aber droht ein biologischer Kollaps.

Der Titicacasee ist ein beliebter Touristen Ort. Hoch in den Anden ist der See wegen seiner zahlreichen Tiervielfalt und der landschaftlichen Schönheit berühmt. Doch leider wird dieses Naturparadies durch einen biologischen Kollaps bedroht, denn der See wird vergiftet. Abwasser von privaten Haushalten und Industrie verschmutzen den See extrem.



Es ist eine Frage der Zeit. Umweltministerin Alexandra Moreira López macht keine große Ernüchterung: „Alle müssen etwas tun, um den See zu retten.“ Es gibt Rettungsprogramme, doch so schnell kriegt man den See nicht sauber.
Schon lange beschweren sich Bewohner über die Lage. Abwässer aus privaten Haushalten, Hotels und Bergwerken kommen ungefiltert in den See. Gefährliche und umweltschädliche Gifte wie Arsen und Blei setzen sich in den See ab und vergiften die zahlreichen Tiere die dort leben.

Der 8288 Quadratkilometer große Titicaca-See, mit einer Fläche so groß wie 10x Berlin, liegt zwischen Peru (56 %) und Bolvivien (44 %). Die Copacabana Halbinsel verbindet mit der schmalen Straße von Tiquina den Südteil des Sees, Wiñaymarka, mit dem Nordteil, dem Lago Chucuito. Der Titicaca-See zählt zu dem höchsten gelegenen kommerziellen schiffbaren See der Welt. Dadurch wird der See zudem durch die Schifffahrt verschmutzt.
Zahlreiche Tierkadaver wurden schon aus dem See geborgen. „Das aktuelle Massensterben der Tiere ist sehr erschreckend.“, sagt Dirk Embert, Südamerika-Referent beim WWF Deutschland. Besonders gefährdet ist der Riesenfrosch „Telmatobius culeus“, der bis zu 1 Kg wiegen kann und nur am Titicaca-See zu finden ist. Der Frosch zählt zu den größten Froscharten der Welt.



Tausende Fische wurden von den Bewohnern an der Wasseroberfläche entdeckt. Bisher können nur Spekulationen über die Ursache und das Massensterben der Fische gemacht werden. Fakt ist das ein geringer Sauerstoffgehalt von 1-2 mg/l, im See festgestellt wurde. Ein niedriger Sauerstoffgehalt in Gewässern ist meistens die Folge von Wasserverschmutzung.