Smart-Cost Blog

Montag, 28. Dezember 2015

Heizen Bauen Energie – welche Änderungen gibt es 2016?

Ab 2016 gibt es Änderungen im Bereich Heizen, Bauen und Energie, die für viele interessant sein können. Wir haben alle Änderungen einmal zusammengefasst.
Neben einen hoffentlich guten Start in das neue Jahr, geht es auch gleich mit ein paar Änderungen im Bereich der Energiewende weiter. Mehr Fördergelder und höhere Anforderungen bei Neubauten, sowie Energieeffizienzlabel für alte Heizanlagen oder die neue Vergütung für selbsterzeugten Strom sind einer der wichtigsten Neuerungen für das kommende Jahr.

Energieeffizienzlabel für alte Heiz- und Lüftungsanlagen wird eingeführt

Ab dem 1. Januar 2016 erscheint das neue Energieeffizienzlabel für alte Heizanlagen und Lüftungsanlagen. Pflicht zur Kennzeichnung besteht jedoch erst ab 2017. Zunächst betrifft es Heizanlagen die älter als 29 Jahre sind. Schritt für Schritt sollen jedoch auch alle bis 15 Jahre alte Heizanlagen gekennzeichnet werden.
Das neue Energieeffizienzlabel für Heizanlagen und Lüftungsanlagen zeigt zur welcher Effizienzklasse die Anlage gehört, wie es zum Beispiel schon bei vielen Haushaltsgeräten der Fall ist. Das Label sagt jedoch nur die Effizienzklasse vom Gerätetyp aus. Ob die Anlage optimiert wurde oder verschiedene Komponenten ausgetauscht wurden, beinhaltet das Energieeffizienzlabel für die Anlage nicht.
Hier findet ihr eine Liste über die Verordnung zum Effizienzlabel für verschiedene Elektrogeräte:
http://www.ebpg.bam.de/de/produktgruppen/index.htm

Die Infografik zeigt welche Informationen auf dem Energieeffizienz Label für Heizungen zu sehen sind:




Strompreis steigt 2016

Weil es höhere Förderungen von erneuerbaren Energien und der Netzentgelte durch EEG-Umlage ab 2016 gibt, steigt der Strompreis für die Verbraucher. Bei einem drei-Personen Haushalt würde dem jährlichen Mehrkosten von 6 Euro bedeuten. Trotzdem gibt es in den meisten Haushalten nicht erkanntes Einsparungspotenzial. Viele Energiefresser sind auf dem ersten Blick nicht sichtbar und machen sich erst bei der Stromabrechnung bemerkbar. Energiemonitoring hilft solche Stromfresser schnell zu finden und zu eliminieren, das eigene Bewusstsein für Energieverbrauch und -kosten neu zu entdecken und Überraschungen bei der Stromabrechnung zu vermeiden. Hier gibt es Energiemonitoring Lösungen für den privaten und industriellen Bereich www.smartcost-shop.de


Rücknahme alter Elektrogeräte beim Händler

Durch die Fortsetzung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, soll die Rücknahme von alten Elektrogeräten beim Händler umweltverträglicher geregelt werden. Ab dem 24. Juli 2016 gilt es für alle Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche, dass Kunden ihre Elektrogeräte beim Händler entsorgen können. Größere Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, TV usw. müssen nur beim Neukauf eines neuen Gerätes zurück genommen werden. Für Online Händler gilt ebenfalls die Pflicht, nicht mehr brauchbare oder defekte Elektrogeräte anzunehmen.


KFW- Förderungen für energieeffizientes Bauen steigen – aber auch die Anforderungen

Der Förderkredit der KFW Bank ist im nächsten Jahr doppelt so hoch wie zuvor. Statt 50.000 werden ab kommenden Jahr sogar bis zu 100.000 € für energieeffiziente Neubauten gefördert. Doch der Förderkredit ist auch mit höheren Anforderungen verbunden. So wird die Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf eines Gebäudes um 25% gesenkt. Auch die Anforderungen für den Wärmeschutz steigen um 20%.
Zudem gibt es auch Zuschüsse für einen Heizungsaustausch und den Einbau von Lüftungsanlagen. Der Zuschuss für die Modernisierung beträgt 15% und max. 7.500 Euro pro Wohneinheit.

Neue Stromvergütung für Kraft-Wärme Kopplungsanlagen 

Leider sind damit nicht die Besitzer bisheriger Blockheizkraftwerke begünstigt. Die Neufassung des KWK Gesetzes sieht nur Besitzer vor, die ab dem 1. Januar 2016 ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von unter 50 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb nehmen.
Mit der neuen Regelung werden nun Einspeisungen in das Stromnetz höher vergütet. Statt bisher 5,41 Cent gibt es dann 8 Cent pro Kilowatt das in das Stromnetz eingespeist wird. Allerdings fällt die Förderung für selbstverbrauchten Strom etwas niedriger aus. Statt 5,41 Cent gibt es dann nur noch 4 Cent pro Kilowattstunde. Anträge für die Förderungen der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann man nur noch bis zum 31.3.2016 bei der KFW-Bank stellen.